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Name: Martin Fluch,
geboren 17. 12. 1960 (chinesisches Horoskop: Ratte),
in: Stuttgart,
(am 6. 12. 1962 wurde der Bruder Uwe geboren).
Vater Harry Fluch - sowohl Ostpreuße als auch genialer Schreiner - und Maria Bauer - einer alteingesessenen schwäbischen Bauernfamilie entstammend (ihr Vater Otto Bauer kam zwar nie über die Grenzen der Gemeinde hinaus, kannte aber die ganze Welt, die er nach der allabendlichen Bibellektüre auf einem Atlas mit dem Finger durchreiste.
Hildrizhausen war damals noch ein kleines Dorf im Schwäbischen, in welchem die Zeit der Kindheit und Jugend in geruhsamen Bahnen verlief. Einschulung in die dortige Grundschule zum Schuljahr 1967 und vier Jahre von einer herausragenden Persönlichkeit in allen Schulfächern unterrichtet. Fred Köther, sowohl Kunstmaler als auch Sportler - vor allem den Bergen verhaftet (von1933 Watzmann Ostwand bis 2005 Sonnenspitze 3500m).
“Prägend war in dieser Zeit vor allem das Dschungelbuch, dessen Helden Mogli, Baghira der schwarze Panther, Balu der Bär, der Tiger Shir Khan und all die anderen Figuren meine Kinderträume nährten und meine Phantasie - auch auf der literarischen Ebene - beflügelten.”
1971 Schulwechsel nach Herrenberg auf das Schickard-Gymnasium. Die Mutter war im Frühjahr 1971 gestorben und für ein knappes Jahr übernahmen die Großeltern väterlicherseits in Gärtringen die Stelle der Pflegeeltern.
Wäre die Muttre nicht verstorben , wäre eine solide Realschulbildung und eine anschließende Lehre vorprogrammiert gewesen.
Als der Vater nach einem Jahr mit der ebenfalls verwitweten Theresia Knau, geborene Rittinger, eine neue Ehegemeinschaft gründete, begann ein völlig neuer Lebensabschnitt.
“Neue Horizonte in der Entwicklung und zusätzliche Orientierungsmöglichkeiten ergaben sich nun mit der ehelichen dreingabe, den beiden neuen (Stief-)Brüdern Frank und Norbert, die sich ebenfalls in meinem und meines Bruders Alter befanden.”
1972-1974 Besuch der Otto-Rommel-Realschule in Holzgerlingen, da das zweite Halbjahr Auf dem Schickard-Gymnasium völlig in den Sand gesetzt wurde und eine klassische Strafrunde eingelegt werden musste.
1974 erneuter Schulwechsel nach Sindelfingen auf das Goldberg-Gymnasium.
1981 anstelle mit der historisch stilvollen Reifeprüfung, die Schule mit dem Abitur der reformierten Oberstufe abgeschlossen.
“Die sieben Jahre am Goldberg-Gymnasium entwickelten sich imme mehr zu der entscheidenden Prägungsinstanz für meinen weiteren Lebensweg. Das Interesse an Literatur aller Art, sowohl auf theoretisch-reflexiver, als auch kreativer Ebene, wurde damals durch unterschiedliche Lehrkräfte geweckt. Auch der Berufswunsch `Lehrer´ formte sich schon in der 10./11. Klasse. Zudem deckten sich die Schulfächer Deutsch und Sport mit meinen freizeitfüllenden Hobbys. Also nix da mit Giebenrath und Törleß, es waren eher Pfeiffer mit drei `f´ und seine Verwandten, die meinem Schulbild und -erleben entsprachen - mag auch die Erinnerung tatsächlich ein Verschönerungsspiegel der Vergangenheit sein.”
“Und dann war es eine Referendarin, die mich irritierte, mich benebelte, die mich so beeinflusste, dass nur noch Heidelberg als zukünftiger Studienort in Frage kam. Doch zuerst einmal:
Okt. 1981-Sept 1983 Wehrdienst(Zeitsoldat 2 Jahre). Stationiert in der romantischen Hermann Hesse Stadt Calw im Schwarzwald in der weniger romantischen Fallschirmspringer-Kaserne.
“Wie erholsam waren dagegen die Spaziergänge, die freien Stunden in Calws Altstadt, vor dem`Cafe Demian´ und auf einer alten Sandsteinmauer neben dem Hermann Hesse Gymnasium - mit Siddhartha in der Hand das Städtchen zwischen den mit saftig-dunklen Tannen bedeckten Hügel überblickend.”
WS 1983/84 - Okt. 1993 Sport/Germ.-Studium in Heidelberg. Das Sportstudium bot neben den Pflichtsportarten eine Reihe von Wahlfächern und Exkursionen, die den sportlichen Horizont enorm erweiterten. In dieser zeit begann auch langsam das Reisefieber zu glimmen, welches sich immer mehr zu einem loderndenFlächenbrand entwickelte.
“Es waren schließlich die zunehmend sich ausdehnenden Reisen während der überdurchschnittlichen Studienzeit, die mich mehr lehrten und prägten als das Studium, die Professoren und der neue, nicht mehr aus meinem Leben wegzudenkende Freundeskreis.”
- 5 Wochen per Anhalter nach und durch Sizilien.
- 4 Wochen Zypern unter freiem Himmel.
- 4 Wochen Tunesien ohne Stress.
- 3 Monate Südamerika (Ecuador, Peru, Bolivien, Paraguay, Südbrasilien) ohne Spanisch, ohne Landkarte.
- 3 Monate Neuseeland(mit 3 Wochen Hawaii) Bergsteigen und Intensivtrekking.
- 4 Wochen Schottland durch Regen, Wind & Sonne.
- 17 Monate Südamerika:`Das Alltägliche des Unalltäglichen einer fast alltägliche Reise´. (2 Forschungssemester für Materialsammlung und Feldforschung über Sprachbewahrung und Sprachverfall in deutschen Sprachinseln Südamerikas, Zulassungsarbeit),
6 Wochen Kanarische Inseln zu Fuß, im Freien, bei tinto und carne de cabra.
4 Wochen Galicien zu Kultur und Sprache.
3 Monate Madagascar, zeitlos durch Dschungel und Wüste.
Nach Beendigung des Referendariats in Heilbronn (Sommer 1994 - Sommer 1996) eine zeitlang ziemlich orientierungslos, da die Stellenlage für Gymnasialehrer mit der Fächerkombination Deutsch und Sport(männlich) nicht gerade von der freundlichsten Seite zeigte.
“Und dann dieses eine Ereigniss, das mein ganzes Leben verändern sollte. Nach einer Bewerbung beim Bundesverwaltungsamt für den Auslandsschuldienst kamen zwei Zusagen (Venezuela und Türkei), die sich allerdings - auch durch eigenes Verschulden - wieder zerschlugen. Und angeboten wurde mir schließlich Ismail in der Ukraine. Die eine Nacht Bedenkzeit reichte, um mich in ein neues Land, eine neue Sprache, in ein neues Abenteuer zu stürzen.
1. Sept. 1997 - 31. Aug. 2005 Bundesprogrammlehrer an der Staatlichen Humanistischen Universität und in der Spezialisierten Mittelschule Nr. 16 in Ismail/Ukraine.
“Am fünften Oktober 2001 habe ich geheiratet. Mein Leben hat sich tatsächlich grundlegend geändert - und ich bin nun mit einer traumhaften Frau verheiratet.”
Stand: 20. 07. 2005
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